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GFT Downgrade


23.07.2002
LB Baden-Württemberg

Die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg stufen die Aktien von GFT (WKN 580060) von "akkumulieren" auf "halten" herunter.

Trotz der nach dem enttäuschenden ersten Quartal revidierten Planungsgrößen der Analysten, sei der Umsatzeinbruch drastischer als erwartet erfolgt. Die im 1. Quartal angestoßenen Kostensenkungen hätten den Umsatzrückgang im 2. Quartal nicht ausgleichen können. Damit befinde sich GFT in der Kostenfalle und sei gezwungen, das Kostenniveau an die Umsatzentwicklung anzupassen.

Um dieses Ziel zu erreichen, plane das Unternehmen einen Abbau von 100 bis 120 Arbeitsplätzen, was ca. 10% der gesamten Arbeitsplätze entspreche. Am Ende des Jahres sollten dann ca. 1.050 Arbeitnehmer bei GFT beschäftigt sein. 77% davon sollten in der Produktion/Beratung, 3% im Vertrieb und 20% in der Administration bzw. Overhead beschäftigt sein. Zudem werde über Kurzarbeit nachgedacht. Sowohl die Reisekosten als auch die allgemeinen Kostenbudgets sollten signifikant reduziert werden.

Insgesamt plane GFT damit 3,6 Mio. Euro in 2002 und 14 Mio. Euro in 2003 einzusparen. An liquiden Mitteln verfüge das Unternehmen nach eigener Aussage über 18 bis 20 Mio. Euro. Bezüglich der Finanzverbindlichkeiten seien keine genauen Angaben gemacht worden. Ende März hätten sie 8 Mio. Euro betragen und sollten leicht gestiegen sein. Das Unternehmen habe mitgeteilt, dass die liquiden Mittel bei Unterstellung der gegenwärtigen Cash-Burn-Rate 18 Monate ausreichen würden.


Neben den Kostensenkungsmaßnahmen begegne GFT der Entwicklung im IT-Service-Markt mit neuen Dienstleistungsansätzen. Bei den Services von GFT hätten sich die Bereiche Portale und Enterprise Applikation Integration bisher gut entwickelt. Im Freelance-Geschäft würden weiterhin freie Mitarbeiter an Dritte, hauptsächlich an Blue Chip-Kunden, vermittelt. Zudem habe das Unternehmen erst kürzlich neue Outsourcing-Modelle vorgestellt.

Für das Gesamtjahr 2002 rechne GFT nunmehr mit einem Umsatz von 170 Mio. Euro nach 230 Mio. Euro noch zu Jahresbeginn. Die damalige Prognose sei unter der Annahme getroffen worden, dass eine konjunkturelle Erholung im zweiten Halbjahr stattfinden werde. Diese Annahme sei mittlerweile aufgegeben. 115 Mio. Euro sollten dabei auf das Projektgeschäft entfallen, der Rest auf das Freelance Agency-Geschäft. Das EBIT solle, nach Realisierung der Kostensenkungspotenziale, -8,5 Mio. Euro betragen.

Zum Jahresanfang seien hier noch 9,7 Mio. Euro geplant gewesen. In Anbetracht der Unsicherheit bezüglich der Umsätze, die mit der Deutschen Bank und mit der Deutschen Post zusammenhängen würden, hätten die Analysten ihr Umsatzziel für 2002 auf 165,5 Mio. Euro gesenkt. Man erwarte zwar, dass es GFT gelingen werde, das hohe Kostenniveau nachhaltig zu senken. Mit einem negativen EBIT für 2002 von minus 9,7 Mio. Euro bleibe man jedoch unter den Unternehmensplanung in Höhe von minus 8,5 Mio. Euro.

Während die Annahmen von GFT für 2003 eine konjunkturell bedingte Erholung der Situation des IT-Servicemarktes mit einem geplanten Umsatzvolumen von 168 Mio. Euro ausschließen würden (minus 1,2% gegenüber 2002), gingen die Analysten von einer leichten Belebung aus. Mit den unterstellten Umsätzen in Höhe von 173,8 Mio. Euro bleibe man zwar über den Vorgaben des Unternehmens, stehe den geplanten positiven EBITDA und EBIT-Größen (12,2 Mio. Euro bzw. 2,1 Mio. Euro) jedoch skeptisch gegenüber.

Die eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen würden nach Erachten der Analysten nicht für das Erreichen des EBIT-Zieles ausreichen, so dass man mit 0,9 Mio. Euro nur knapp von schwarzen Zahlen ausgehe. Da die beiden Großaktionäre entgegen den Erwartungen in der aktuellen konjunkturellen Situation keine verlässlichen Umsatzstützen darstellen würden, seien die Planungsgrößen von GFT trotz der deutlichen Revision von erheblicher Unsicherheit geprägt.

Die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg reduzieren daher ihre Einstufung der GFT-Aktie nochmals von "akkumulieren" auf "halten".




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